Crailsheim, 19.09.2019 Wie 2010 - wieder Zweiter
Am Morgen wachte ich noch in Brandenburg an der Havel auf, am Spätnachmittag war ich bereits im Crailsheimer Schönebürg-Stadion. Erstmalig seit 2010 veranstaltete der TSV Crailsheim wieder einen
Läuferabend, Grund dafür war die Einweihung der runderneuerten Flutlichtanlage. Bereits auf der Reise spürte ich, dass da irgendetwas in meinem Körper war,
was da nicht hingehörte, dies sollte sich auch auf meine Leistung auswirken. Doch einen Start wollte ich mir nicht nehmen lassen, es waren ohnehin weniger
Teilnehmer als von den Gastgebern erhofft. So fanden die 800 m der Männer als drittes Rennen des Tages bereits um 18:20 Uhr statt um 19:40 Uhr statt und
damit nicht unter Flutlicht, sondern noch unter den Strahlen des tiefstehenden Sonne. Die neuen LED-Lichter erstrahlten erst während des 5000m-Laufes
gegen viertel nach Sieben. Nach einer, der von der Vorverlegung nicht rechtzeitig erfuhr, kam erst, als die Lichter bereits wieder erloschen waren.
Irgendwie versuchte ich mich, mich dann vor den ersten Startschüssen etwas warm zu machen. Es lief zäh, ging aber noch halbwegs. Das Wetter passte,
kühl und fast windstill. Vor mir war noch der Feuchtwanger Leo Trumpp über 800 m dran, der knapp die Drei-Minuten-Marke verfehlte. Dann standen wir wir
zu viert an der Startlinie. Es dauerte noch etwas, bis das vorherige Rennen ausgewertet war, schließlich folgte dann das Startkommando. Obwohl wir nur zu
viert waren, ging es in aus den ersten 100 Metern etwas hin und her. Der spätere Sieger Heiko Müller (SC Bühlerthann) war bald vorne, ich ordnete sich zunächst hinter Roland Bass (
ASV Scheppach-Adolzfurt) ein. Doch schnell fühlte ich mich ausgebremst. Ausgangs der Kurve zog ich dann an ihn
vorbei, natürlich gleich mit Anfeuerungen von der Tribüne. Nach 200 Metern fand ich dann einen Rhythmus, der an diesem Tag noch passte. Das
Tempo von 3:30 bis 3:32 min/km konnte ich bis ins Ziel durchziehen. Heiko war weg, der Vorsprung zu Roland erhöhte sich langsam. Nach 2:51,21
min war es für mich geschafft. Gesamtzweiter bei den Männern und M55-Sieger. Wie der Zufall es wollte: 2010 war ich ebenfalls Gesamtzweiter und
zwar über 1000 m. Da hatte ich aber für die 200 m längere Strecke nur 14 Sekunden mehr gebraucht... Trotzdem möchte ich diese Veranstaltung
nicht missen. Hoffentlich hat der TSV Crailsheim 2020 mehr Vorlauf, so dass wir dieses schöne Meeting auch in Mittelfranken mehr bewerben können.
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